Ein handelsüblicher Elektrolytkondensator hat die Aufschrift C=4700μF / 15V. Er wird vollständig auf seine Nennspannung U=15V aufgeladen.
Naturkonstanten:
ε0=8,854⋅10−12VmAs, g=9,81s2m
- (a) Berechnen Sie die im Kondensator gespeicherte Energie W. (2 BE)
- (b) Berechnen Sie die auf den Platten gespeicherte Ladung Q. (2 BE)
- (c) Auf welche Höhe h könnte man mit dieser Energie eine Masse von m=100g anheben? (3 BE)
- (d) Im Inneren des Elektrolytkondensators dient eine dünne Oxidschicht als Dielektrikum mit der Dicke d=0,01mm und der relativen Permittivität εr=10. Berechnen Sie, welche Plattenfläche A ein gleichwertiger Plattenkondensator benötigen würde. (3 BE)
Die im Kondensator gespeicherte Energie berechnet sich mit:
W=21⋅C⋅U2
Einsetzen mit C=4700μF=4,700⋅10−3F:
W=21⋅4,700⋅10−3F⋅(15V)2
W=21⋅4,700⋅10−3⋅225J
W≈0,529J≈529mJ
Die Ladung auf den Kondensatorplatten berechnet sich mit:
Q=C⋅U
Q=4,700⋅10−3F⋅15V
Q=0,0705C=70,5mC
Die gespeicherte Energie W soll vollständig in potenzielle Energie Epot=m⋅g⋅h umgewandelt werden:
W=m⋅g⋅h
Umstellen nach h:
h=m⋅gW
Einsetzen mit m=100g=0,100kg:
h=0,100kg⋅9,81s2m0,529J
h≈0,539m≈54cm
Die Energie eines solchen Kondensators reicht also gerade aus, um ein Gewicht von 100g etwa einen halben Meter anzuheben — dies verdeutlicht, wie wenig Energie ein Kondensator im Vergleich zu einer Batterie speichert.
Die Kapazität eines Plattenkondensators mit Dielektrikum lautet:
C=ε0⋅εr⋅dA
Umstellen nach A:
A=ε0⋅εrC⋅d
Einsetzen mit d=0,01mm=1,0⋅10−5m und εr=10:
A=8,854⋅10−12VmAs⋅104,700⋅10−3F⋅1,0⋅10−5m
A=8,854⋅10−114,700⋅10−8m2
A≈531m2
Das entspricht einer quadratischen Platte mit einer Seitenlänge von etwa 23m — dies erklärt, warum Elektrolytkondensatoren aufgewickelte Folien verwenden, um eine so große Fläche kompakt unterzubringen.
| Frage | Antwort |
|---|
| Gespeicherte Energie W | ≈529mJ |
| Gespeicherte Ladung Q | ≈70,5mC |
| Hubhöhe (100g) | ≈54cm |
| Äquivalente Plattenfläche | ≈531m2 |