Galvanische Zelle aufbauen und EMK berechnen
Aufgabenstellung
Eine galvanische Zelle wird aus einer Zink-Halbzelle () und einer Kupfer-Halbzelle () aufgebaut. Die Salzlösungen haben jeweils die Konzentration (Standardbedingungen).
Gegeben:
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(a) Beschreiben Sie den Aufbau der galvanischen Zelle (Daniell-Element). Benennen Sie Anode, Kathode, Elektronenflussrichtung und die Funktion der Salzbrücke. (4 BE)
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(b) Formulieren Sie die Teilreaktionen an beiden Elektroden und die Gesamtreaktion. Berechnen Sie die Standardzellspannung (EMK). (3 BE)
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(c) Erklären Sie mithilfe der elektrochemischen Spannungsreihe, warum Zink das unedlere Metall ist und was geschieht, wenn man ein Zinkblech in eine Kupfersulfat-Lösung taucht. (3 BE)
Lösungsweg
Schritt 1: Aufbau der galvanischen Zelle (a)
Das Daniell-Element besteht aus zwei räumlich getrennten Halbzellen:
Linke Halbzelle (Anode): Ein Zinkblech taucht in eine Zinksulfat-Lösung (, ). Hier findet die Oxidation statt: Zink gibt Elektronen ab und geht als in Lösung. Die Anode ist der Minuspol (Elektronenquelle).
Rechte Halbzelle (Kathode): Ein Kupferblech taucht in eine Kupfersulfat-Lösung (, ). Hier findet die Reduktion statt: -Ionen nehmen Elektronen auf und scheiden sich als metallisches Kupfer ab. Die Kathode ist der Pluspol (Elektronensenke).
Elektronenfluss: Die Elektronen fließen über einen äußeren Leiter (Draht) von der Anode (Zn) zur Kathode (Cu) — also vom Minus- zum Pluspol. Dieser Elektronenfluss ist der nutzbare elektrische Strom.
Salzbrücke: Eine Salzbrücke (z. B. mit -Lösung getränktes U-Rohr) verbindet die beiden Halbzellen. Sie ermöglicht den Ionentransport zum Ladungsausgleich: -Ionen wandern zur Kathoden-Lösung (wo durch -Reduktion positive Ladung verbraucht wird), -Ionen wandern zur Anoden-Lösung (wo durch -Bildung positive Ladung entsteht). Ohne Salzbrücke würde der Stromfluss sofort zum Erliegen kommen, da sich die Halbzellen elektrisch aufladen.
Schritt 2: Reaktionsgleichungen und EMK (b)
Oxidation an der Anode (Zink):
Reduktion an der Kathode (Kupfer):
Gesamtreaktion:
Berechnung der Standardzellspannung (EMK):
Die positive Zellspannung bestätigt, dass die Reaktion freiwillig abläuft.
Schritt 3: Spannungsreihe und Zink in Kupfersulfat-Lösung (c)
Elektrochemische Spannungsreihe: Die Standardpotentiale ordnen Metalle nach ihrer Tendenz, Elektronen abzugeben (oxidiert zu werden):
Ein Metall mit negativerem Standardpotential ist unedler: Es hat eine stärkere Tendenz, Elektronen abzugeben (oxidiert zu werden). Zink () ist deutlich unedler als Kupfer ().
Zinkblech in Kupfersulfat-Lösung: Taucht man ein Zinkblech in eine -Lösung, läuft die Redoxreaktion direkt an der Metalloberfläche ab — ohne räumliche Trennung. Das unedle Zink wird oxidiert, die -Ionen werden reduziert:
Beobachtung: Das Zinkblech löst sich auf, und auf seiner Oberfläche scheidet sich ein rotbrauner Kupferbelag ab. Die blaue Lösung () entfärbt sich zunehmend, da die Kupfer-Ionen verbraucht werden. Im Unterschied zur galvanischen Zelle wird die Energie hier nicht als elektrischer Strom genutzt, sondern als Wärme freigesetzt.
Ergebnis
| Größe | Wert |
|---|---|
| Anode (Oxidation) | Zink: |
| Kathode (Reduktion) | Kupfer: |
| Standardzellspannung | |
| Zn in CuSO₄-Lösung | Zink löst sich auf, Kupfer scheidet sich ab |